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Die DFWM hat einen weiteren wichtigen Anwendungsbereich, die
Phasenkonjugation. Dazu wird die Geometrie der vier Strahlen etwas
geändert:
Bild
Phasenkonjugation bedeutet, daß zu einem, auf einen sogenannten
phasenkonjugierenden Spiegel einfallenden Strahl ein Strahl
erzeugt wird, der ``in der Zeit rückwärts läuft''. Selbstverständlich
wird die Zeitrichtung selbst nicht umgekehrt, aber der Strahl läuft dem
einfallenden Strahl genau entgegengesetzt mit fester Phasenbeziehung. Man
kann sich den phasenkonjugierten Strahl so vorstellen: Würde man den
einfallenden Strahl filmen und den Film nach dem Eintreffen des Strahls
auf den phasenkonjugierenden Spiegel rückwärts laufen lassen, so
entspräche das was man sieht dem phasenkonjugierten Strahl.
Einen phasenkonjugierenden Spiegel kann man durch Ausnutzung zweier Effekte
konstruieren: Stimulierte Brillouin-Streuung oder Vierwellenmischung. Wir
werden hier den zweiten Effekt diskutieren; er ist anschaulicher und steht
in engem Zusammenhang zu den Phasengittern. Prinzipiell kann man sich das
Zustandekommen der Phasenkonjugation wie folgt vorstellen: Der Probenstrahl
interferiert mit dem einen Pumpstrahl und erzeugt ein transientes Gitter, an
dem der andere Pumpstrahl gebeugt wird und so den phasenkonjugierten
Signalstrahl liefert.
Marek Rouchal
Tue Mar 26 11:12:05 MET 1996